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Erzeugnisse
Definition Lebensmittel in Form verarbeiteter fester Partikel (z. B. Magermilchpulver, Milchpulver, Mehl oder Puderzucker; ein aus gemahlenen, als Pulver vorliegenden oder in sonstiger Weise fein verteilten festen Partikeln bestehender Stoff.

Zu Käse in Pulverform siehe spezifische Beprobungskarten „Käse“.

Lebensmittel, Pulver
Empfohlener Mindestumfang pro Probe Die erforderliche Menge hängt von der Art des Pulvers ab. Beachten Sie dazu die spezifische Karte für das jeweilige Produkt.
  • Magermilchpulver 2 kg
  • Sonstige Pulver: 0.5 kg
Geltende Normen (ISO- und EU-Normen) und maßgebliche Rechtsvorschriften
  • EN ISO 707:2008 – Milch und Milcherzeugnisse – Leitfaden zur Probenahme.

Beachten Sie auch Ihre nationalen Rechtsvorschriften und Leitlinien zur Probenahme.


Benötigte Ausrüstung
Empfohlene Probenahmegeräte je nach Methode
  • Stechheber (S01-01).
  • Zonensammler (S02-01).
  • Probenahmeschaufel (S03-01).
  • Edelstahl-Spatel.
Für Probenahmen zu verwendende Behälter Die Behälter müssen aus einem für Lebensmittel geeigneten Material bestehen; das mögliche Füllgewicht muss mindestens 2 kg betragen.
  • Kunststoffbeutel in unterschiedlichen Größen, ggf. mit vorgedrucktem Etikett (P00).
  • Kunststoffflaschen, verschiedene Größen (P02, P03, P04)
Probenteiler-Ausrüstung:
  • Gerät zur Aufteilung von Proben in Quadranten/Probenteiler (Vierteilungsverfahren).
Sicherheitsmaßnahmen und Risikobewertung Bitte beachten Sie Ihre nationalen Rechtsvorschriften und Leitlinien zum Bereich Gesundheitsschutz und Sicherheit.

  • Die Exposition gegenüber Staub kann Asthma, extrinsische allergische Alveolitis (EAA), Rhinitis und Konjunktivitis, u. U. in chronischer Form auslösen. Daher müssen Bedienstete geeignete Atemschutzsysteme tragen.
  • Um die Exposition für jeden einzelnen Bediensteten auf das absolute Minimum zu begrenzen, müssen die Bediensteten rotierend eingesetzt werden. Die Führungskräfte müssen Aufzeichnungen führen, um belegen zu können, über welche Zeiträume sich die Bediensteten in den betreffenden Räumlichkeiten aufgehalten haben.
  • Produkte pflanzlicher Herkunft können staubig oder mit für die menschliche Gesundheit gefährlichen Mitteln verunreinigt sein. Daher ist geeignete und nach den jeweiligen nationalen Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften zulässige Kleidung zu tragen (Handschuhe, ein Gesichtsschild oder ein Atemschutz, ein spezieller Augenschutz oder Vollsichtbrillen, ein Helm, geeignete Schuhe usw.).
  • Nach Möglichkeit sollte die Fracht vor dem Entladen bzw. vor Beginn der Probenahme einer vorläufigen Sichtprüfung auf Anzeichen von Insekten- oder Ungezieferbefall und/oder auf Anzeichen von Pilz- oder Schimmelbildung unterzogen werden. Unter Umständen sind zusätzlich vorbeugende Maßnahmen zu treffen, um die unbewusste Einatmung von Staub oder Sporen zu vermeiden.
  • Schwebende Staubpartikel können in beträchtlichem Umfang in der Luft vorhanden sein, und häufig erfolgen elektrostatische Aufladungen, wenn Pulver in großen Mengen bewegt oder gelagert werden. Dadurch kann es zu Bränden oder zur Bildung explosionsgefährlicher Gemische kommen. Die verwendeten Geräte müssen eigensicher sein, und Sie müssen alle erforderlichen Maßnahmen treffen, um Funkenbildungen zu vermeiden und sonstige potenzielle Zündquellen auszuschließen. Vor Beginn der Probenahme muss der jeweilige Bedienstete den betreffenden Tank aus einem Abstand von mindestens 1 m vom Beprobungspunkt berühren, um sicherzustellen, dass etwaige elektrostatische Aufladungen des eigenen Körpers in die Erde entladen werden.
  • Beim Be- oder Entladen dürfen Proben aus Lagerbehältern oder -räumen nur dann entnommen werden, wenn die Entladevorrichtung mit einem speziell dafür vorgesehenen Beprobungspunkt ausgeführt ist. Warten Sie nach dem Entladen mindestens eine halbe Stunde, damit eine etwaige elektrostatische Ladung vollständig abgebaut werden kann.

Probenahmeplan
Art der Sendung Beschreibung
Lose auf Fahrzeugen, als Massengüter, in Tanks oder in Behältern Eine Sammelprobe: Die Sammelprobe wird aus Einzelproben hergestellt, die in regelmäßigen Abständen beim Entladen der betreffenden Sendung entnommen wurden bzw. die an fünf üblichen Punkten entnommen wurden (jeweils eine Einzelprobe aus der Mitte und vier Einzelproben zwischen der Mitte und den beiden Endpunkten).
Beutel, Trommeln Eine Sammelprobe: Die Sammelprobe ist aus zufällig an verschiedenen Punkten innerhalb der Sendung entnommenen Einzelproben oder aus Einzelproben herzustellen, die an mindestens drei üblichen Punkten (jeweils aus der Mitte sowie von oben und von unten) entnommen wurden.

Detaillierte Informationen
Probenahmeverfahren
  • Wenn das jeweilige Produkt als loses Schüttgut transportiert wird, muss die gesamte Ladung geprüft werden, und die Proben müssen innerhalb der Ladung aus allen Bereichen entnommen werden.
  • Repräsentative Probenahme: Die Probe sollte für die gesamte jeweilige Sendung repräsentativ sein. Einzelproben sind verteilt jeweils über eine vollständige Partie bzw. verteilt über den gesamten Entladevorgang zu entnehmen. Pro Einzelprobe wird ein Umfang von mindestens 1 kg empfohlen. Zur Herstellung der Sammelprobe sind die entnommenen Einzelproben gründlich zu mischen. Vergewissern Sie sich, dass das zu beprobende Produkt durch die Probenahme nicht verändert wird. Bei Saccharosekristallen (Milchpulver) kann die Probenahme problematisch sein. In diesem Fall sind die Proben unmittelbar nach dem Mischen zu entnehmen. Wenn das betreffende Produkt nicht homogen ist, vermerken Sie dies entsprechend auf dem Probenahmeformular.
  • Probenahme: Die zu verwendenden Geräte müssen vor der Probenahme vollständig getrocknet sein. Je nach Transportform und je nach Entladeverfahren kommen unterschiedliche Methoden zum Einsatz.
  • Massengüter:
    • Horizontale Probenahmen: Die Probensammler werden mit der Öffnung nach unten in die Ladung geschoben, um 180° gedreht und dann langsam herausgezogen, um einheitliche Proben über den gesamten Querschnitt zu erhalten. Von jeder Partie müssen Proben aus drei unterschiedlichen Höhen (oben, in der Mitte und unten) und an unterschiedlichen Punkten entnommen werden, um die Repräsentativität der Sammelprobe sicherzustellen.
    • Vertikale Probenahmen: Zur vertikalen Probenahme sollte der Probensammler mit geschlossener Probenkammer (geschlossenen Probenkammern) in die Ladung gebracht werden. In der benötigten Tiefe werden die Probenkammern geöffnet und der Probensammler gedreht, damit die Kammern vollständig gefüllt werden. Schließen Sie die Kammern und ziehen Sie den Probensammler heraus. In jeder Partie sind die Proben jeweils an verschiedenen Punkten verteilt über die gesamte Oberfläche und in unterschiedlichen Tiefen zu entnehmen, um die Repräsentativität der Sammelprobe sicherzustellen.
  • Säcke:
    • Berücksichtigen Sie jeweils die gesamte Sendung. Bei jedem Los entnehmen Sie Einzelproben jeweils in drei unterschiedlichen Höhen (oben, in der Mitte und unten). Die Einzelproben müssen (jeweils durch Einstechen des Probennehmers in den Sack) aus mindestens 10 % der jeweiligen Waren zufällig entnommen werden. Schieben Sie den Probennehmer von oben nach unten in die jeweilige Ware; drehen Sie den Probennehmer, damit sich die Probenbehälter füllen können, und ziehen Sie den gedrehten Probennehmer heraus; anschließend füllen Sie die entnommenen Proben in den Behälter, aus dem die Sammelprobe hergestellt werden soll. In der Sammelprobe müssen alle entnommenen Einzelproben gemischt werden.
  • Aufteilen der Probe: : Die Sammelprobe kann mehr als 100 kg wiegen. Unter Umständen müssen die Sammelproben daher reduziert werden, um geeignete Endproben herzustellen. Beachten Sie dazu bitte die Hinweise im Abschnitt über Probenteiler.
  • Verpacken der Proben: Die Endproben sollten einen Umfang von mindestens 2 kg haben und so verschlossen werden, dass keine Feuchtigkeitsverluste entstehen können. Die Behälter sollten vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.
  • Weitere Informationen entnehmen Sie den geltenden ISO-Normen und den maßgeblichen EU-Rechtsvorschriften.
Probenahmeformular
  • Füllen Sie das Probenahmeformular aus. Fügen Sie jeweils ein Exemplar den Proben bei und bewahren Sie ein Exemplar in Ihren Unterlagen auf.
Transport
  • Die Proben sind bei Umgebungstemperatur in einem trockenen und gut belüfteten Bereich zu lagern. Sie müssen vor Lichteinfall und vor Geruchseinwirkungen geschützt werden, um Kontaminationen sowie das Wachstum von Mikroorganismen oder sonstige Veränderungen auszuschließen, durch die die Proben beeinträchtigt werden können.
Lagerung
  • Die Proben sind bei Umgebungstemperatur in einem trockenen und gut belüfteten Bereich zu lagern. Sie müssen vor Lichteinfall und vor Geruchseinwirkungen geschützt werden, um Kontaminationen sowie das Wachstum von Mikroorganismen oder sonstige Veränderungen auszuschließen, durch die die Proben beeinträchtigt werden können.
  • Wenn Proben auf ihren Feuchtigkeitsgehalt untersucht werden sollen oder wenn der Feuchtigkeitsgehalt die Analyse beeinträchtigen könnte, sind die Proben in feuchtigkeitsdichte Behälter mit luftdichtem Verschluss zu packen. Die Behälter müssen vollständig befüllt und anschließend verschlossen werden, um jegliche Änderung des Feuchtigkeitsgehalts auszuschließen.

Lebensmittel, Pulver (expand list )
HS-Position Beschreibung


Neufassungen
Fassung Datum Änderungen
1.0 12.10.2012 Erste Fassung